IRONMAN Duisburg 70.3
Roswitha Ebel und Peter Hippler absolvieren den IRONMAN 70.3 in Duisburg.Persönlicher Rennbericht von Rosi:
Der Ironman 70.3 in Duisburg fand zum zweiten Mal statt. Der erste sollte 2020 starten, wurde aber pandemiebedingt nach 2021 verschoben.
Letztes Wochenende folgte dann Nr. 2. Während im letzten Jahr allerdings Dauerregen und Kälte den Athleten zusetzte, waren diesmal die Bedingungen optimal. Angenehme Temperaturen, morgens beim Start ca. 18 Grad, nachmittags 24 Grad. Sonnig, jedoch ziemlich windig. 3000 Athleten waren am Start, ca. 850 Helfer an der Strecke im Einsatz.Für den SCL waren Peter und ich am Start. Allerdings haben wir das erst am Wettkampftag festgestellt, haben uns kurz vor dem Schwimmstart getroffen. Peters Ziel bei seiner ersten MD war es, ins Ziel zu kommen.
Ich hatte mir vorgenommen, unter 7 h anzukommen, auf jeden Fall die Zeit vom letzten Jahr in Zell am See (7:45 h)zu verbessern. Das Schwimmen war die beste Disziplin. Auch wenn sich der Schwimmstart durch den Rolling Start fast 2 h hinzog, war es super geregelt. Das Feld im Wasser dadurch weit auseinandergezogen, keine Rangeleien, von Anfang bis Ende konnte ich durchkraulen, Peter ging es genauso. Das 1,9 km Schwimmen auf bzw. in der Regattabahn des Sportparks Duisburg sehr komfortabel, da durch die gespannten Bojen für die Bahnen der Ruderer eine super Orientierung gegeben war. Einfach an den kleinen gelben Bojen entlang schwimmen - nur die Wendeboje durfte nicht verpasst werden? Wasser war mit 22,8 Grad warm, hab ich mich trotzdem für den Neo entschieden, einfach weil ich eben auch dadurch ein paar Sekündchen rausholen kann, bin ja nunmal nicht die schnellste Schwimmerin. aber mit 42:37 bin ich wirklich sehr zufrieden. Peter ist ohne Neo geschwommen und ist über seine Zeit von 52:59 auch überglücklich.
Wechsel klappte super, dann ging es aufs Rad. Die 90,1 km lange Ventum Radstrecke (2 Runden) führte zunächst vom 'Sportpark Duisburg' durch Teile der Stadt Duisburg über die historische "Brücke der Solidarität" (die auch die Finisher-Medaille ziert), sogar ein Stück Autobahn war dabei. Anschließend geht es am Rhein in Richtung Moers. Nach einem
U-Turn kurz vor Moers ging es zurück in die Stahlstadt Duisburg. Eine "Hochgeschwindigkeitsstrecke", so wurde sie bei der Wettkampfbesprechung angekündigt. Nur 120 HM, jedoch war der aufkommende Wind gerade auf den Brücken und am Rheinufer sehr kräftezehrend. Die Strecke an sich schön, die Fahrbahnbeschaffenheit jedoch katastrophal, unglaublich viele
Schlaglöcher (kaum gekennzeichnet), Unebenheiten, Risse in der Fahrbahn. Da hab ich echt stellenweise um mein Rad gebangt. Nach 3:08 hab ich die
Wechselzone erreicht, unter 3:20 hatte ich mir vorgenommen, hat damit super geklappt. Peter hat sein Rad nach 3:28 wieder in die Wechselzone abgestellt.
Dann die letzte Disziplin: 21,1 km Laufen. 3 Runden waren im Sportpark zu laufen, um die Regatta-Strecke und verschiedene Seen und durch eine Parklandschaft. Besonderes Highlight: auf den Runden war das Stadion des MSV Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena) 2 x zu durchlaufen, nach der 3. Runde war das Ziel dann auch im Stadion (was Peter schon einmal beim
Marathon 2003 erleben durfte). Leider das Laufen wieder meine Schwachstelle, vielleicht die Körner auf dem Rad verballert, zu wenig lange Läufe im Training? Ich kam einfach nicht in den Laufrhythmus. So wurde es ein Laufen - Gehen - Laufen. Meinen Plan, unter 2:20 zu bleiben, hab ich unterwegs aufgegeben, wollte dann wenigstens die Zeit von Zell am See unterbieten, aber auch das hab ich nicht geschafft. Auf meiner letzten Runde hat Peter mich überholt, der auf seiner 2. Runde war. Der sah echt noch gut aus und war auf jeden Fall flotter unterwegs als ich. 2:40:29 meine Zeit, echt nicht so doll, aber geschafft. Peter konnte das Laufen nach 02:35:58 beenden. Mit meiner Gesamtzeit von 6:42:09 bin ich aber trotzdem sehr zufrieden.
Über eine Stunde schneller als letztes Jahr in Zell am See (auch wenn das Profil dort natürlich mit fast 900 HM beim Radfahren anders ist). Platz 21 meiner AK W 55-59. Peter hat den Zielbogen im Stadion nach 7:15:16 durchlaufen, Platz 18 seiner AK M 65-69 und ist damit überglücklich.
Alles in allem: eine tolle Veranstaltung, die Spaß gemacht hat.
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