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Rosi beim Ironman 70.3 Erkner

Mein Saisonabschluss 2023 fand beim Ironman 70.3 Erkner statt. Anreise bereits am Freitag, das war gut so, denn am Samstag waren schon viele Straßen gesperrt für die 4:18:4 (Sprintdistanz) und 5150 (Olympische Distanz). Startunterlagen und Racebriefing (sowie die Sonntag Abend
angesetzten Siegerehrungen und Slot-Vergaben für die WM in Neuseeland) fanden in der Stadthalle Erkner statt. Es sollte heiß werden an dem Wochenende, über 30 Grad. Fahrrad einchecken am Samstag so spät wie möglich, um die Reifen nicht der prallen Sonne auszusetzen und einen Reifenplatzer zu risikieren. Wechselbeutel für Rad und Laufen an dem vorgesehen Platz einhängen und dann noch ein wenig mit dem Gelände vertraut machen. Sonntag Morgen, Raceday. Das Hotel (Bildungszentrum Erkner) hat einen unglaublichen Service und bereits morgens um 5 Uhr ein vollwertiges Frühstücksbuffet angeboten. Gegen 6:15 Uhr Aufbruch zum Startgelände. Neo im Gepäck, am Vortag hatte der See 20,1 Grad, sollte also auf Neo-Erlaubnis hinauslaufen.

 

Verpflegung am Rad anbringen, Wechselbeutel nochmal checken, Neo an, den After-Race Beutel abgeben und dann so langsam Richtung Schwimmstart gehen. Einsortieren im Startblock mit der erwarteten Schwimmzeit. Dann das leidige Warten bis zum Start. Gratis Service: wir wurden über das Renngeschehen bei der WM in Nizza auf dem Laufenden gehalten. Punkt 8 Uhr der Startschuss, Rolling Start, alle 5 Sekunden gingen 3 Athleten ins Wasser des Dämeritzsees. Gegen 8:30 Uhr war es dann auch endlich für mich soweit. Rein ins Wasser. Fühlte sich gut an, ruhig loskraulen. Kein Gedränge, genug Platz im Wasser. Alles super. Leider beschlug die Brille und meine Sicht war etwas eingeschränkt. Gelbe Bojen immer rechts lassen. Wo sind die verdammten Bojen? Egal, einfach den anderen hinterher schimmen. Okay, dann kam doch ne Boje in Sicht, alles gut. Etwas eng an den Wendebojen, dann ging es schon zurück. Jetzt die orangfarbenen Bojen rechts lassen. Zur beschlagenen Brille kam jetzt noch auf der rechten Seite die blendende Sonne hinzu. Dann eben mehr nach links atmen. Alles gut. Endlich der Schwimmausstieg,  40 min und zeigte meine Uhr, wow, wenn das stimmt, wäre es eine neue Bestzeit.

 

Zur Wechselzone bzw. den Wechselbeuteln. Das Schöne an der Mitteldistanz ist, dass es in der Wechselzone etwas ruhiger zugeht. Keine Hektik. Neo aus, Helm und Radschuhe aus dem blauen Beutel, alles Schwimmzeug da hinein, Helm auf und schließen und los zum Rad. Relativ kurze Wege. Hinter der roten Line aufsteigen und los gehts. Noch nicht viel los im Ort. Nach ca. 4 km war man auf der Landstraße, dann im Wald. Herrliche Strecke. Flott unterwegs (für meine Verhältnisse). Leider bereits nach 20 km an einem schweren Sturz vorbei, Streckenposten hat uns weitergelotst. Hoffentlich nicht so schlimm, wie es aussah. Wald, Wald, Wald um uns herum. Wieder auf eine Landstraße, hier das einzig Negative der Strecke. Eine Hälfte war für den Autoverkehr freigegeben, die linke Seite für das Radrennen. Die noch abgeteilt für die entgegenkommenden Fahrer, die bereits den Wendepunkt passiert hatten. Eng, sehr eng. Auf der Hinfahrt noch einigemaßen okay, auf der anderen Seite mit Bordstein und Randbegrenzung schon nicht ohne. Die enge Kurve am Ende dieses Teilstücks hab ich zu spät gesehen, scharfe Bremsung, war ich aber wohl nicht allein, ging vielen so, wie ich abends erfahren habe. Wieder ruhigere Straße. Und Wald. Dichtes Fahrerfeld, nicht im Windschatten zu fahren stellenweise nicht machbar. Aber ich wollte keine Zeitstrafe riskieren. Nach 30 km der Wendepunkt. Bei km 45 etwa teilte sich das Feld, ich ging auf meine 2. Runde. Nun wurde der Verkehr auch etwas weniger, man kannte die Strecke, also weiter. Essen und Trinken nicht vergessen. Es wurde bereits richtig warm. Noch einmal der Wendepunkt und dann ging es zurück Richtung Ziel. Noch ein kurzes unangenehmes Stück, S-Kurve, durch ein Waldstück auf einem schmalen wurzeldurchzogenen unebenen Asphaltweg. Aeroposition verboten. Auch das gut überstanden. Zurück auf der Straße Richtung Strandbad/Wechselzone. Schon viele Läufer auf der Strecke. Erkner war erwacht, unglaubliche Stimmung. Endlich runter vom Rad, unter 3 h, super für mich. Noch eine Bestzeit.

 

Rad einhängen, umziehen, Dixie-Stop und dann auf die HM-Strecke. Muskeln fühlten sich gut an, trotzdem ging es sehr langsam. Ein paar Stufen hoch zur Straße, dann hieß es 4 Runden a ca. 5 km laufen. Zum Glück viel Schatten. Viele Verpflegungsstationen, die Wasser, Iso, Cola, Früchte, Salzgebäck - und Eiswürfel anboten. Und ganz großartig: die Einwohner von Erkner, neben der tollen Stimmung standen sie in oder vor ihren Gärten mit Wasserschläuchen und Rasensprengern und gaben uns wohltende Abkühlung. Ganz toll und unglaublich hilfreich. Die 3. Runde zog sich, musste immer wieder gehen. Dann endlich die letzte Runde, das letzte Bändchen abgeholt, über die Brücke Richtung Strandbad. Einlauf ins Stadion, der Zielbogen vor mir. Nach 6:17 im Ziel. Mega. Nicht ganz meine Zielzeit erreicht, das Laufen hat leider wieder länger gedauert, als angestrebt. Aber ich schieb es mal einfach auf die Wärme. Medaille, Stimmung genießen. Ne kalte Dusche im Zielbereich. Ob ich wohl nochmal in den See springe? Ach nee, lieber Auschecken, ins Hotel und Füße hochlegen.

 

Ankommen, Duschen, Ausruhen, Realisieren, Freuen. Mal die Zeiten checken, 6. Platz meiner AK. Okay. Nach dem Rad war ich sogar Dritte. Nun ja, das Laufen muss besser werden. Fazit zum Erkner-Triathlon: Tolles Event, der Dämeritzsee super zum Schwimmen, tolle Radstrecke (auch wenn einige knifflige Stellen sind, irgendwas ist ja immer) und die Laufstrecke Dank der Einwohner nicht langweilig. War natürlich auch tolles Wetter. Aber für dies Jahr ist erstmal die Saison beendet. Cool war sie, 5 Starts, 2 Mitteldistanzen, 3 Sprintdistanzen. 3 AK-Siege, 1 x Deutsche Vizemeister und heute ein 6. Platz. Ein erfolgreiches Jahr. Jetzt erstmal ein paar Tage Off-Season. Dann wieder einsteigen und die nächste Saison vorbereiten. Was steht an? Mal schauen, was sich bietet. Danke an alle, die mich unterstützt, an mich geglaubt und mich begleitet haben. Und Glückwunsch an alle Vereinsmitglieder für die tollen Leistungen in der Liga und die fantastischen Einzelergebnisse. Wir sehen uns beim Training und/oder an der Startlinie der nächsten Saison.

 

Bilder und Bericht: Roswitha Ebel

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Veröffentlichung

Fr, 01. September 2023

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