SCL-Triathlet beim IRONMAN70.3 in Duisburg
Am 01.09.2024 startet Dr. Paul Janicki beim Duisburg-Triathlon. Sein Bericht:
Mit Duisburg hatte ich noch eine Rechnung offen, vor zwei Jahren war ich für die Mitteldistanz angemeldet, aber konnte erkrankungsbedingt nicht starten. Diesmal hat alles geklappt. Die Schwimmstrecke wurde 2024 von der Regattabahn zum Duisburger Innenhafen verlegt, die Wechselzone auf einem Parkplatz unter einer Autobahnbrücke. Dies war ein glücklicher Umstand, denn schon am Samstag und auch am Sonntag war es sonnig und sehr warm. Bei bestem Wetter und eindrucksvoller Kulisse bin ich kurz nach 08:00h ins Wasser gesprungen. Zwei Runden mussten geschwommen werden. Bereits auf der ersten Runde war es eng, auf der zweiten noch enger. Dafür wurden wir aber von Zuschauern am Rand angefeuert. Wechsel auf Rad, und zwei Radrunden mit vielen Zuschauern im Innenstadtbereich. Auch hier war es voll, spätestens bei der zweiten Rad Runde waren rund 2000 Triathleten auf der Strecke. Auf der ersten Runde wurde ich von einem Kampfrichter angepfiffen. Bin überholt worden als ich ein Gel gegessen habe und habe wohl den Abstand zum Vordermann nicht schnell genug vergrößert. Eine Karte habe ich aber nicht gesehen und der Kampfrichter ist weitergefahren und hat eigentlich alle vor mir auch angepfiffen und mehr Abstand eingefordert. Auf der zweiten Runde war es so eng, da habe ich fast nur überholt. Schon beim Schwimmen habe ich versucht mich zu bremsen, auch beim Radfahren. Die Überlegung war, mir die Kräfte gut einzuteilen um später noch genug Kraft für den Halbmarathon zu haben. Also viel Schalten, hohe Trittfrequenz und an den wenigen Steigungen langsam hochfahren. Bereits auf der zweiten Runde war es so warm, dass ich mich mit Wasser aus der Flasche gekühlt habe. Dann der Wechsel zum Lauf. Inzwischen war es richtig warm und wolkenlos. Die Sonne stand hoch am Himmel, es sollte also ein richtiger Hitzelauf werden, meine Uhr zeigte 28 Grad an. Vier Runden standen an und fast die gesamte Strecke gab es Zuschauer, die laut gute Stimmung gemacht haben. Jedes bisschen Schatten war ein Segen. Aber beim Lauf habe ich nicht viel davon mitbekommen. Die Streckenbeschaffenheit war sehr wechselhaft: Kopfsteinpflaster, Splitt, kaputter Asphalt, glatter Asphalt, Wendepunkte, etc. ich habe mich auf jeden Schritt konzentriert und wo ich diesen hinsetze. So ist die Zeit schnell vergangen und ich hatte noch genug Kraft mein Tempo über die ganze Strecke zu halten. An jeder Verpflegungsstation trinken und abkühlen. Erst gegen Ende habe ich auf die Uhr geschaut, 19 km Strecke und irgendetwas undeutliches bei 4:50. Okey, letzte Kraft mobilisieren, jetzt wäre es echt ärgerlich über 5 Stunden ins Ziel zu kommen. Also zum Schluss alles gegeben und die Letzten 2 km so schnell gelaufen wie es irgendwie noch ging. Das Ziel vor Augen einige Athleten überholt und dann ein viel zu schneller Zieleinlauf. Überglücklich es unter 5 Stunden geschafft zu haben bin in dann in den Athletik Garden um mich zu stärken. Mir war dann den ganzen Tag noch warm, erst abends bin ich abgekühlt. War ein super Sportwochenende, die längeren Distanzen mache ich wirklich gerne.
Für das Schwimmen habe ich 40:32 min gebraucht, Bike 2:28:13 h und Lauf 1:38:34 h, mit Wechselzeiten zusammen 4:58:25 h und damit 32 meiner AK bzw. 466 Overall. Ganz so wichtig sind mir die Zeiten nicht, gesund und glücklich ins Ziel kommen ist mir wichtigere.
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