TOP 5 Berichte des Vorstandes
Wenig Zeit für Vorstandsarbeit
Das Jahr 2011 war geprägt von viel Arbeit, aber nicht unbedingt die Arbeit eines Vorstandes bei der man an Vereinsstrukturen bastelt, Projekte startet oder an der grundlegenden Organisation feilt. All diese Dinge mussten mangels personeller Ressourcen auf Eis gelegt werden. Hauptsächlich war der Vorstand eingespannt in die Belange der Abteilungen. Ob es der Neuaufbau der Schwimmabteilung war, der zum jetzigen Zeitpunkt als gelungen bewertet werden kann, der Beginn eines strukturellen Aufbaus der Fußballabteilung mit dem Ziel sich wieder als „eine“ Abteilung zu präsentieren oder die Betreuung der Turnabteilung, die seit Mai ohne Abteilungsleitung auskommen muss. Wir sprechen also davon, dass über 50 % unserer Sportler ohne eine Abteilungsleitung auskommen mussten. Ein Zustand der nicht zum Wohle der Mitglieder sein kann, die sich aber wiederum auch in der Verantwortung sehen müssen diese Situation zu verbessern, mitzuarbeiten und sich nicht so zu verhalten, als müsse alles reibungslos weiter laufen, denn dies ist nicht ausschließlich aus einem geschäftsführenden Vorstand zu schaffen.
Es gibt aber auch positive Meldungen aus den Abteilungen, die wir nicht verschweigen wollen. Noch im Juni 2011 drohte die Mitgliederzahl unter die 3000er-Marke zu fallen. Besonders die Abteilungen Handball, Eishockey, Schwimmen und Basketball konnten diesen Trend stoppen. Und wenn bei sinkenden Ausgaben für den Sportbetrieb trotzdem eine, wenn auch geringe, Mitgliedersteigerung zu verbuchen war, dann zeigt sich eine Gemeinsamkeit an Verantwortung im Hinblick auf den Haushalt.
Das nicht alles auf der Strecke geblieben ist, verdanken wir wieder unseren unerlässlichen Helfern die mit uns an einer Verbesserung der Gemeinsamkeit arbeiten. Ohne sie hätten wir für unsere Vereinsmitglieder keine tolle Sommerparty im Juli 2011 organisieren können. Über 200 Mitglieder, Übungsleiter und Helfer verlebten einen kurzweiligen Abend mit Live-Musik im Clubheim. Auch die Helfer, die beim großen „Reinemachen“ am Tag der helfenden Hände in der Halle und auf der Anlage tätig waren, wurden mit freiem Eintritt belohnt. Das sich im Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder etwas bewegt, zeigt auch der Zuspruch unserer Fußballer, die beim zweiten Termin für die Außenanlage unsere Platzwarte unterstützten. Das gab es schon seit Jahren nicht mehr und lässt auf einen Umschwung hoffen, dass auch die Fußballer sich künftig verstärkt in die Belange des Gesamtvereins einbringen. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildeten die erstmals angebotene, gemeinsame Weihnachtsfeier und die abermals gelungene Silvesterparty im Spiegelsaal. Wir hoffen natürlich, dass die tollen Veranstaltungen auch mal von anderen Abteilungen als den Handballern wahrgenommen werden.
Stück für Stück konnten im vergangenen Jahr auch die kleinen Baustellen im Clubheim angegangen werden. Hier mal neue Rauchmelder, Erneuerung von Teilen des Mauerwerkes oder auch Austausch des Inventars – da kam schnell ein fünfstelliger Betrag zusammen. Nun hat Walter Klünder, als neuer Clubwirt, das erste Jahr in unseren Räumen hinter sich gebracht und wir sind froh darüber, dass er mit uns einen offenen Dialog über Herausforderungen führt. Das Wichtigste für uns: Unser Pächter hat immer ein offenes Ohr für Anregungen seiner Gäste. So wurde der Wunsch nach der Live-Bundesligaübertragung aufgenommen und umgesetzt. Wünschenswert wäre eine noch stärkere Anbindung der Abteilungen, die nicht an der Leibnizstrasse ihre Sportstätte haben. Ein Besuch lohnt sich! Der Vorstand freut sich natürlich auf eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Bei den sportlichen Veranstaltungen des Vereins zeigte der Vorstand aktive Mitarbeit. Beim Eichenparklauf, der von der Abteilung Leichtathletik unter der Leitung von Andreas Veer und Rolaf Maschuff organisiert wurde, stand man mit Rat und Tat zur Seite. Der Dank für eine schöne und erfolgreiche Veranstaltung gilt den Beiden und Ihren Helfern aus der eigenen und anderen Abteilungen, die bewiesen haben, dass dieser Verein über den Tellerrand des eigenen Sports schauen kann. Die Sportler, so war zu vernehmen, freuen sich schon auf den nächsten Lauf, der für den September 2012 geplant ist. Ein weiteres Highlight war der Gastauftritt von Hannover 96 im Walter-Bettges-Stadion. In nur einer Woche konnte der kurzfristige Terminwunsch des Bundesligisten von vielen Helfern umgesetzt werden. Die gesamte Planung von Plakaten, Eintrittskarten, Ordnern oder auch Pressemitteilungen lag in der Hand des Ligaobmanns Wolfgang Lange und des geschäftsführenden Vorstandes. Trotz des Termins unter der Woche und des schlechten Wetters bekamen die gut 900 Zuschauer einen schönen Fußballnachmittag präsentiert. Der SC Langenhagen ist zweifelsohne ein guter Gastgeber, was auch durch die gewohnt tolle Unterstützung der Turner beim Senioren- und dem Frauensporttag des Regionssportbundes unterstrichen wurde.
Mit viel Einsatz arbeitete unser Geschäftsstellenduo Bärbel Stielow und Geli Klemp. Sie mussten in 2011 einen massiven Anstieg bei der Beitragsverwaltung bewerkstelligen. Gutscheine des Job-Centers oder auch Regionspassinhaber zogen einen hohen Verwaltungsaufwand nach sich. Auch wenn es nur eine kleine Hilfe war, so wurde mit der Neuorganisation der Helferabrechnungen beim Turnen zumindest ein kleiner Ausgleich geschaffen. Wie wertvoll beide Damen für diesen Verein sind, lässt sich nur erahnen. Die Qualität ihrer Arbeit litt nicht unter den gestiegenen Anforderungen und sie hatten stets ein offenes Ohr für unsere Mitglieder. Danke dafür! Im geschäftsführenden Vorstand selbst wird es eine Veränderung geben. Schon im Juli 2011 zeichnete sich ab, dass unsere Schatzmeisterin Christine Fritz berufsbedingt diese Position nicht mehr bekleiden kann. Wir danken Ihr für die jahrelange und wertvolle Arbeit die sie für den Verein geleistet hat und hoffen, dass unser Vorschlag zur Neubesetzung durch die Mitgliederversammlung angenommen wird. Es ist schön zu hören, dass der Verein nicht auf Christines Hilfsbereitschaft verzichten muss – sie ist eine Vereinsseele und wird weiterhin, wenn es ihre Zeit zulässt, bei Veranstaltungen aller Abteilungen wirbeln. Auch dafür hat sie unsere Anerkennung.
Aus dem erweiterten Vorstand kam auch die Bitte um ein paar Worte zum Verhältnis zwischen Verein und Politik. Unabhängig vom Sportverein sehen wir die zerrissene Linie der Politik auch als Bürger der Stadt Langenhagen. Schwimmbadbau, Hallenneubau RKS, Unterstützung beim Sanierungsstau der Sportanlagen der Vereine oder auch der Clubheimneubau des TSV KK. Im Vorstand sind wir uns sicher, dass unser Einfluss auf die Politik nur gering ist. Das liegt zum Einen sicherlich auch daran, dass der Sport in Langenhagen, nach vielen fetten Jahren, kein Gehör mehr findet. Wir - und damit sprechen wir in erster Linie vom SC Langenhagen - leisten Jahr für Jahr für die Stadt Langenhagen wertvolle Arbeit. Mit unzähligen Stunden an Jugendarbeit, mit attraktiven Angeboten für Familien und Erwachsenen und mit vielen Erfolgen und Leistungen tragen wir den Namen der Stadt Langenhagen über die Stadtgrenzen hinaus. Zum Anderen fehlt die Bindung der Politik zum Sportverein aus der Kernstadt. Wir wollen nicht täglich unsere Ansprüche an Politik und Stadtverwaltung formulieren und wir wollen auch nicht ein Spielball zwischen den Parteien sein. Wir wollen ausschließlich wahrgenommen werden als das, was wir sind: Ein Sportverein der sich leistungsstark Aufgaben stellt, die für die Stadt Langenhagen eigentlich „unbezahlbar“ sind. Es herrscht belegbar ein Vakuum an Wissen über unseren Verein in Verwaltung und Rat – dieses gilt es abzubauen und wir laden gerne dazu ein.
Nun danken wir noch allen Helfern die unerwähnt blieben, aber mit Ihrem Einsatz in diesem Jahr den SC Langenhagen voran gebracht haben. Wir wünschen uns einen netten Verlauf der Jahreshauptversammlung, gute Gespräche und natürlich auch gute Ergebnisse.
Für den geschäftsführende Vorstand
Christian Schneider
Vorsitzender