Bericht des geschäftsführenden SCL-Vorstandes

Ein turbulentes Jahr

 

Nachdem wir bei der letzten JHV den geschäftsführenden Vorstand auf zwei wichtigen Positionen neu besetzt haben, läuft es rund. Die Arbeit verteilt sich nun auf mehreren Schultern und ist spürbar kreativer, intensiver und effizienter. Die beiden wichtigen Bereiche Sponsoring und Mitgliederbetreuung sind bei den Vorstandskollegen Jessica Brandes und Olli Wild in guten Händen. Gerade im Bereich Sponsoring musste der Verein eine komplett neue Strategie entwickeln, um zukünftig mehr Gelder zu generieren. Die vorbereitende Arbeit von Jessica Brandes, die Erstellung einer Sponsorenmappe, ist mehr als gelungen. Sie wird uns in der nächsten Zeit den Weg zu möglichen Sponsoren erleichtern. Aber auch das Miteinander im Verein hat im vergangenen Jahr ordentlich Zug bekommen. Olli Wild organisierte ein Sommer-Sport-Fest, bei dem sich ca. 80 Mitglieder aus unterschiedlichsten Abteilungen in verschiedenen Sportarten messen konnten, zueinander gefunden und sich abteilungsübergreifend, bei einem netten Grillabend, über den Verein ausgetauscht haben. Ein besonderer Dank geht an Olli und alle Helfer für die Silvesterfeier. Mit viel Spaß verlebten die etwas „jüngeren“ Mitglieder einen schönen Start ins Jahr 2011. Damit fanden gleich zwei neue Aktionen einen festen Platz im Mitgliederkalender des SCL.

 

Im organisatorischen Bereich wurden weitere Schritte eingeleitet. Um „schneller und besser zu informieren“, sollten die gängigen Medien Internet und E-Mail eingesetzt werden. Für den Verein ein wichtiger Punkt, der Beachtung finden sollte. Mit viel Einsatz haben Gerd Scheibe und Reinhold Scheiba unsere Internetpräsenz erweitert. Unter www.scl-aktuell.de können z. B. wichtige Termine eingesehen oder kurze Berichte gelesen werden. Gerne würde auch der Vorstand unsere Mitglieder schneller und besser informieren, leider geht das Sammeln von Mailadressen innerhalb der Abteilungen jedoch nur schleppend voran. Hinsichtlich der vielen Aktionen, wie die Ferienfreizeit in Lenste, der Eichenparklauf oder auch die schönen Gruppenfahrten des Ehepaares Wulf, wäre es eine große Erleichterung für die Organisatoren, wenn ein großer Kreis an Mitgliedern zeitnah angeschrieben werden könnte. Im Vorstand ist man sich sicher: Die Mitglieder zeigen ein hohes Maß an Engagement und Interesse – sie müssen nur informiert werden.

 

Wie in den guten alten Zeiten, wird das Engagement bei unseren Mitgliedern auch wieder gefordert sein, wenn es darum geht unsere Gebäude und die Plätze zu sanieren. Hier konnten im letzten Jahr nur kleinere Baustellen bewerkstelligt werden. Die Großen warten in den nächsten Jahren auf uns. Themen wie die Dachsanierung oder die Beregnungsanlage und das Clubheim brennen unter den Nägeln. Im vergangenen Jahr beschränkten sich die Aktivitäten auf die von der Stadt ermittelten Gefahrenstellen. Unsere Platzwarte leisteten hier gute Arbeit, so dass die Liste der Mängel deutlich kleiner geworden ist.

 

Zögerlich, und in der Nachbetrachtung deutlich zu spät, reagierten wir auf ausbleibende Pachtzahlungen unserer ehemaligen Clubwirtinnen. Im ständigen Dialog mit unserem Geschäftsführer versicherten sie uns die Rückstände auszugleichen. Eine Veränderung trat aber nicht ein. Unter Berücksichtigung anstehender Großveranstaltungen zogen wir erst im August die Reißleine. Für den SCL bedeutete dies ein erhebliches Minus von weit über 40.000 € im aktuellen Haushaltsjahr. Dieses Defizit machte die Aufnahme eines Darlehens unumgänglich und hat eine vorübergehende Haushaltssperre zur Folge. Um noch größeren Schaden vom Verein abzuwenden, wurde das Clubheim unter der Leitung von Klaus Klemp weiter betrieben. Ein Zustand, der ihn bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit geführt hat. So kann es als Erfolg gewertet werden, dass dem neuen und erfahrenen Clubwirt Walter Klünder im November eine funktionierende Gastronomie übergeben wurde. Wir wünschen ihm auf diesem Wege nochmals alles Gute und heißen ihn in der SCL – Familie willkommen.

 

Stärker als gewohnt musste der Vorstand in die Belange der Abteilungen eingreifen:

 

Noch im August stellte der Insolvenzverwalter des Lenny Soccio Ice & Event Center eine neue Berechnung der Eiszeiten auf. Eindringliche Gespräche mit den Verantwortlichen ergaben, dass der SC Langenhagen, durch die Vielzahl an Eiszeiten, ein wichtiger Baustein zum Erhalt der Eishalle ist. Sowohl die Halle, als auch unsere Eisportabteilung hingen an einem seidenen Faden. Große Hoffnung lag in der Abteilungsversammlung, auf der letztlich eine drastische Beitragserhöhung beschlossen wurde. Aus Liebe zum Sport greifen unsere Eissportmitglieder nun tief in die Tasche, um weiterhin dem Puck nach zu jagen. Durch das starke Engagement Einzelner, hat sich die Abteilung wieder gefangen und kann steigende Mitgliederzahlen vermelden.

 

Viele Fragezeichen standen und stehen wohl auch noch in Zukunft hinter dem Projekt 2. Bundesliga Damen Volleyball. Nach dem Klassenerhalt im April sollte es einen strukturellen Wandel geben. In Folge dessen drohte das Team auseinander zu brechen. Der Trainer musste aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegen und die für den Verein wichtige Frage der „Bezahlbarkeit“ stand lange im Raum. Letztendlich fand sich eine Lösung, um auch im zweiten Jahr das Projekt fortzuführen. Die hohen Auflagen vom Deutschen Volleyball Verband konnten in die kommende Saison verschoben werden. Eine exklusive Feldmarkierung in der SCL-Halle war zur aktuellen Spielzeit nicht mehr nötig. Ein neues Trainerteam wurde gefunden und die Suche nach Sponsoren intensiviert. Lediglich der dünne Spielerkader ist geblieben.

 

Ein ähnliches Bild zeichnete sich bei der Oberliga-Fußballmannschaft ab. Im Sommer schaffte man, als letztes Team, den Verbleib in der eingleisigen Oberliga. Der späte Zeitpunkt aber machte die Suche nach neuen Spielern für die Verantwortlichen deutlich schwerer. Ein großes Lob von Seiten der Vereinsführung geht hier an den Trainer und den Manager. Die aktuellen Ergebnisse zeugen von einer perfekt funktionierenden Mannschaft. Selten hatte der SC Langenhagen so eine sympathische Truppe beisammen. Insgesamt fehlte aber auch hier der Zuspruch von Zuschauern und Mitgliedern der eigenen Abteilung. Projekte dieser Größenordnung können nur funktionieren, wenn in allen Bereichen am Gelingen gearbeitet wird. Der Vorstand unterstützte die Abteilung Fussball im letzten Jahr mit viel persönlichem Einsatz, um mit gutem Beispiel gegenüber den Mitgliedern voranzugehen – eine Unterstützung, die in dieser Form jedoch nicht dauerhaft umsetzbar ist.

 

Große Aufmerksamkeit verlangte uns zum Jahresende die Schwimmabteilung ab. In einer beispiellosen Aktion riefen unsere ehemaligen Vorstandsmitglieder E.D. und F.B. die Mitglieder der Schwimmabteilung zu einem Vereinswechsel auf. Satzungsgemäß konnte dies nur den Vereinsausschluss nach sich ziehen. Viele Mitglieder ließen sich von ihnen täuschen und folgten dem Aufruf. Dass wir zum jetzigen Zeitpunkt wieder eine funktionierende Schwimmabteilung haben, ist unter anderem der Verdienst des neuen Abteilungsleiters Nico Winkler und zahlreichen Trainern, die diese Vorgehensweise aufs Schärfste verurteilten. Nicht nur das schnelle Handeln und die umfangreiche Informationspolitik sorgen bis heute dafür, dass viele Schwimmer ihre verfrühte Kündigung zurück genommen haben. Erste Wettkämpfe sind absolviert und Normalität stellt sich ein. Das Verhältnis zum SVL hat darunter nicht gelitten. Mit dem Vorsitzenden Stefan Otte sucht man gemeinsam nach Lösungen und steht im direkten Kontakt zum Wohle der Aktiven.

 

Als Vorstand möchten wir uns im Namen aller Mitglieder bei unseren Übungsleitern, Helfern und Freunden bedanken. Sie alle haben uns im vergangenen Jahr mit viel Einsatz und Verständnis für den Verein und seine Belange begleitet. Wir hoffen, dass dieser Weg uns in die richtige Richtung führt.