SCL-Ferien-Camp in Lenste

Das Lenste-Tagebuch 2017 ist zu finden auf der Camp-Homepage

www.scl-lenste.de

Drei Wochen lang Spiel, Spaß und Spannung

Der SCL hat zum 54. Mal seine Ferienfreizeit am Lensterstrand bei Grömitz veranstaltet / Aus der HAZ Langenhagen vom 12.8.17

Drei Wochen Zeltlager liegen hinter den 114 Kindern und ihren 21 Betreuern. Der Sport Club Langenhagen (SCL) hat zum 54. Mal seine Ferienfreizeit am Lensterstrand bei Grömitz veranstaltet.

Trotz wechselhaften Wetters war die Stimmung im Camp wieder unbeschreiblich. Hierzu trugen natürlich die Aktionen, die die ehrenamtliche Betreuercrew bereits seit Januar ausgearbeitet hatte, bei – aber vor allem die Gruppenerlebnisse. Sowohl das Zusammenwohnen mit acht Kindern in einem Zelt wie auch Großgruppenaktionen mit der ganzen Meute, bei der die älteren Teilnehmer mal auf die Jüngeren aufpassen müssen, sind heutzutage für die Kinder etwas Neues. Auch die Tatsache, dass Mama nicht da ist, um sich jeden Tag um wirklich alles zu kümmern, war für einige eine wertvolle Erfahrung.

Ferienfreizeit ist Handy-frei

Hilfreich ist auch, dass die SCL-Ferienfreizeit seit einigen Jahren Handy-frei ist. Endlich mal nicht 24 Stunden am Tag mit dem Smartphone rumspielen, sondern auch mal seine Umwelt wahrnehmen. Natürlich stand aber Spiel, Spaß und Spannung in dem Camp im Vordergrund. Bei tollen Aktionen wie der Stadtrally, den Bastelaktionen rund um Batiken, Schleuderbildern, Tassen bemalen, Tampenbänder und Perlentiere knüpfen, der Gameshow „Groß gegen Klein“, dem Sandburgenwettbewerb mit Königen und ihren Völkern, dem Chaosspiel, der Beachparty, dem Geländespiel und dem bunten Nachmittag hatten alle viel zu lachen. Es gab auch viel zu erleben, wenn mal kein Programm anstand – das „reine“ Lagerleben. Zeltpartys, also das komplette Aus- und Aufräumen der Zelte, machten erstaunlicherweise wohl so viel Spaß, dass diese zeitweise ohne Wissen der Betreuer begonnen wurden. Aber auch Spiele wie Tauziehen, Völkerball und Ähnliches wurde wieder entdeckt – dafür scheint es noch keine guten Apps zu geben.

Von Unfällen und ernsten Erkrankungen blieben die Lagerinsassen, wie eigentlich immer, verschont. Lediglich ein umgeknickter Fuß und eine Bremsung mit dem Kinn schlugen hier zu Buche.

Keine Unfälle und Erkrankungen

Obwohl in den Vorjahren immer alles in Ordnung war, war eines der Hauptprobleme in diesem Jahr die Leistung der Küche des Gastgebers. Bei drei Mittagsmahlzeiten gab es nicht ausreichend zu essen, und die anderen warmen Mahlzeiten waren alle recht geschmacksneutral. Aber auch hier zeigte sich, wie wohl die Kinder sich trotzdem fühlen. Essen wurde geteilt, und als Olli nach der dritten verbockten Mahlzeit ziemlich niedergeschlagen war, munterten ihn einige der Mädels auf: „Mach Dir nichts draus, wir wissen doch, dass ihr nichts dafür könnt.“ Dennoch wird es nach dem Camp einige ernste Gespräche geben um solche Erlebnisse für die Zukunft zu vermeiden.

Aber selbst wenn das Essen mal nicht so toll war, gab es eigentlich nur tolle Abende. Ob Lagertänze – mittlerweile von anderen Gruppen kopiert – getanzt wurden, ob Burger gegrillt wurden und völlig begeistert festgestellt wurde, dass die viel besser sind als die der Fastfood-Giganten, oder das allabendliche Ritual bestehend aus dem Lied „Wer hat an der Uhr gedreht“ gefolgt vom Zapfenstreich live dargeboten von drei Betreuern an ihren Blasinstrumenten – hierauf waren die anderen Gruppen besonders neidisch.

Die Highlights der Freizeit waren sicher der Besuch im HansaPark mit tollen Fahrgeschäften und kreischenden Kindern, die teilweise den ersten Looping ihres Lebens fahren durften, sowie der Besuch der Karl-May-Festspiele am Kalkberg in Bad Segeberg, der nur durch eine tolle Spendenaktion zustande kam. Der Tenor der Kinder war, obwohl niemand mehr die Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand kennt, so positiv, dass die Betreuer das für die Zukunft gern wieder fest in das Programm aufnehmen würden – alles eine Frage des Geldes.

SCL-Ferien-Camp 2016 in Lenste an der Ostsee