SCL-Eissport

Sportler bangen um Zukunft der Eishalle

Entscheidung wird wohl erst im November fallen / Lady Scorpions orientieren sich nach Hannover

Aus der HAZ Langenhagen vom 12.10.17/ Von Sven Warnecke
Die Zukunft der Eishalle an der Brüsseler Straße ist nach wie vor ungewiss: Abriss oder Weiterbetrieb stehen als Optionen im Raum. Doch noch müssen die Kommunalpolitiker darüber beraten. Eine Entscheidung dürfte nicht vor Mitte November zu erwarten sein. Für viele Eissportler ist das zu spät.

Auch der flammende Appell des Langenhagener Eishockeyspielers Jan Kammeyer in der vorigen Ratssitzung wird eine Entscheidung zur Zukunft der Eishalle nicht beflügeln können. Seinen Angaben zufolge seien unter den jährlich etwa 60 000 Besuchern viele Kinder und Jugendliche, die die Halle im Schul- oder Vereinssport nutzten. Gleichzeitig erinnerte Kammeyer aber auch daran, dass die Eishalle die einzige weit und breit sei, die barrierefrei gebaut wurde und deshalb nicht von ungefähr Stützpunkt der Sledgehockey-Nationalmannschaft sei.

Viele Kinder nutzen Eishalle

„Die Stadt Langenhagen hat die Möglichkeit, eine 10 Millionen Euro teure Halle weiterzuführen“, warb Kammeyer bei den Kommunalpolitikern um Unterstützung und darum, die sanierungsbedürftige Sportstätte nicht abzureißen. Ihm wie den anderen Eissportlern wäre durchaus bewusst, dass keine Sportstätte ohne öffentlichen Zuschuss zu betreiben sei. „Das betrifft aber auch Sporthallen und Schwimmbäder“, betonte Kammeyer.

„Die Verantwortlichen sollten an die Kinder denken“, ergänzt im Gespräch mit dieser Zeitung Joachim Halfpapp, dessen beide Kinder für den SC Langenhagen auflaufen. „Ich denke, es würde Möglichkeiten geben, wenn man denn die Halle erhalten möchte“, betont er. Er spricht auch von einem „Aushängeschild für die Stadt“, mit dem geworben werden könnte. Ein Abriss indes „wäre Negativwerbung“.

Halfpapp wie auch Kammeyer fordern angesichts der am 1. Oktober bereits begonnenen Eissportsaison eine möglichst rasche Entscheidung zugunsten der Halle. Es bestehe die Gefahr, dass sich weitere Mannschaften auflösten, warnen beide unisono. „Und was hat die Stadt zu verlieren?“, fragt Halfpapp. Nun drohe auch der Verlust von Spitzensport, meint er und hat dabei etwa die Lady Scorpions im Blick. Die Bundesligamannschaft hatte sich angesichts der ungewissen Zukunft bereits anderweitig orientiert und spielt nun am Pferdeturm in Hannover.

Politik soll Stadt Auftrag geben

Doch eine Entscheidung über die Eishalle – also Weiterbetrieb oder Abriss – wird vermutlich erst im November von den Kommunalpolitikern getroffen. Zunächst soll im Finanzausschuss über das von Bürgermeister Mirko Heuer eingebrachte Eckpunktepapier beraten werden. Damit möchte die Verwaltung von der Politik einen grundsätzlichen Arbeitsauftrag haben, ob mit den bislang bekannten Interessenten in Sachen Fortbestand der Eishalle ernsthaft weiterverhandelt werden soll.

In der Drucksache 2017/384 schlägt die Verwaltung vor, dass der Rat in einem ersten Schritt die Eckpunkte für einen weiteren Hallenbetrieb wie maximaler Zuschuss, Investitionskosten, Nebenkosten oder etwa Übernahmekosten beschließt. „Um überhaupt auf eine Vergleichbarkeit zu kommen und gegebenenfalls einen mündlich avisierten vierten Interessenten auch noch in die Auswahl einbeziehen zu können“, teilt Stadtsprecherin Juliane Stahl mit. Danach könnten die Bewerber ihre Angebote aktualisieren, heißt es in der Drucksache weiter.

Doch ob es so weit kommt, ist fraglich. Denn bereits im Vorfeld hatten sich einige Politiker klar für den Abriss der Eishalle ausgesprochen. Nach der nächsten Finanzausschusstagung soll in der darauffolgenden Ratssitzung am 13. November eine Entscheidung über die Zukunft der Sportstätte getroffen werden.

Eishallen-Zukunft weiter in der Schwebe
Das Schicksal der Halle ist so ungewiss wie nie / Die Politik vertagt sich ein weiteres Mal
Aus der HAZ Langenhagen vom 21.9.17 / Von Rebekka Neander

Langenhagen. Aus Sicht der Sportler lautet die einzig gute Nachricht des Abends: Die Politik will weiter beraten, endgültig abgelehnt hat sie einen Weiterbetrieb der Langenhagener Eishalle nicht. Gleichwohl wurde im Finanzausschuss am Dienstag sehr wohl deutlich: Auch ein baldiger Abriss ist nicht ausgeschlossen.

Für die drei Bewerber um den Betrieb der stark sanierungsbedürftigen Halle kam die Nachricht von einer weiteren Beratungsrunde nicht überraschend. „Ich bin Realist“, sagte Gerhard Griebler, derzeit Betreiber des Eisstadions am Pferdeturm in Hannover, am Mittwochmorgen dieser Zeitung. „Und wir haben vor Januar 2018 nichts geplant.“ Dies aus gutem Grund: „Schnellschüsse sind jetzt nicht hilfreich. Wir wollen ein langfristiges Konzept, schon aus Sicherheitsgründen.“ Die mit mehreren Tausend Litern Ammoniak betriebene Eisanlage dürfe nicht mal eben wieder instand gesetzt werden. Griebler möchte in Langenhagen ein Nachwuchszentrum für den Eissport etablieren und würde dafür auf dem Nachbargrundstück Unterkünfte für ein Internat bauen wollen.

Ähnliches sieht auch der hannoversche Architekt Michael Menze vor. Mit seinem Architektur- und Bauunternehmen XAI ist er mit der Halle an der Brüsseler Straße durchaus vertraut, wie er sagt. Er gehöre zu einem Sponsorenkreis der Hannover Scorpions, der den bisherigen Betrieb „kritisch begleitet“ habe. Menze möchte auf dem Areal neben der Halle Unterkünfte für Eishockey-Spieler „preisgünstig“ bereitstellen. Überdies wirft er mit seinem Angebot vor allem eine Expertise fürs Bauen und Planen in die Waagschale. „Wir könnten vermitteln in diesem ganzen Komplex um bislang ausstehende Genehmigungen.“ Und er kenne die Kosten. „Wir müssen uns nicht auf die Zahlen anderer verlassen.“

Tatsächlich gibt es für die Eishalle bis heute keine endgültige Bauabnahme. Gleichwohl, betonte Stadtbaurat Carsten Hettwer am Dienstagabend im Finanzausschuss, seien alle baulichen Mängel mit der Bauaufsicht und auch den Brandschutzexperten der Region besprochen. „Keiner der Mängel wurde als gravierend eingestuft. Deshalb wurde die Nutzung auch nie versagt.“ Die behördlich festgelegte Zuschauerzahl sei den tatsächlichen Begebenheiten angepasst worden.

Auch der dritte Bewerber, Familie Haselbacher, die das Eisstadion in Mellendorf betreibt, hält an seinem Angebot fest. „Wir können auch erst zur nächsten Saison dort starten“, sagte Ingo Haselbacher auf Nachfrage. Er sieht im Zusammenspiel mit Mellendorf hohe Synergien – auch auf Personalebene in Kombination mit dem ebenfalls von seiner Sport & Freizeit GmbH betriebenen Spaßbad. „Wir können dann unsere Mitarbeiter im Sommer und Winter entsprechend weiterbeschäftigen.“

Der Finanzausschuss wird nun voraussichtlich erst im November über das Eckpunkte-Papier beraten, das Bürgermeister Mirko Heuer zur Beratung vorgelegt hatte. Heuer möchte von der Politik einen grundsätzlichen Arbeitsauftrag haben, ob er mit den Bewerbern ernsthaft weiterverhandeln soll. Dazu sollte die Politik einen finanziellen Rahmen setzen. Für einige Ausschussmitglieder waren die in der Drucksache genannten Aspekte jedoch nicht konkret genug. Andere, vor allem aus den Reihen der Unabhängigen, der Grünen und der BBL, forderten am Dienstag den sofortigen Abriss der Halle und damit ein „Ende mit Schrecken“.

Auf eine Entscheidung hatte auch Marco Stichnoth gehofft. Der Geschäftsführer der Eishallengesellschaft sieht diese von einer Insolvenz bedroht, sollten die Verhandlungen über ein finanzielles Moratorium mit der Stadt scheitern. Über die ebenfalls von ihm geführte Herzblut Sport-Musikbar GmbH hatte Stichnoth einen Interimsbetrieb für diesen Winter angeboten – auch, um die bereits vorliegenden Buchungen für Firmenveranstaltungen erfüllen zu können. Ein Insolvenzverfahren, so die Einschätzung im Rathaus, könnte die Halle für weitere Verhandlungen längere Zeit blockieren.

Steht die Eishalle endgültig vor dem Aus?
Stadt kündigt Betreibergesellschaft überraschend den Pachtvertrag / Zwei Angebote geben Hoffnung
Aus der HAZ Langenhagen vom 21.8.17 / Von Rebekka Neander

Langenhagen. Die Stadt Langenhagen hat den Pachtvertrag für die Betreiber der Eishalle gekündigt. Sie zieht damit die Konsequenzen aus einem seit Monaten schwelenden Streit um Zahlungen. Für die Betreiber kam diese Nachricht dennoch überraschend.

Wer ist verantwortlich für Verdienstausfälle, nicht funktionierende Technik oder nicht erfolgte bauliche Instandhaltung? Wer schuldet wem wie viel Geld? Über diese Fragen haben Bürgermeister Mirko Heuer und Stadtbaurat Carsten Hettwer mit den Gesellschaftern der Betreibergesellschaft, Kay Uplegger und Marco Stichnoth, seit Februar beraten. Ist die Stadt schuld am Zusammenbruch der Kühltechnik – als Eigentümerin der Halle? Und durfte die Eishallengesellschaft im Gegenzug die Pacht dafür einbehalten? Bis zuletzt lobten beide Seiten die konstruktive Stimmung der Gespräche. Doch einig geworden sind sie sich offenkundig nicht.

Mitte vergangener Woche hat die Stadt mit Hinweis auf nicht gezahlte Pacht von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Wie weit durchdacht die Kündigung ist, ist fraglich: Ein Schlüssel wurde bislang nicht eingezogen. Stichnoth hat der Kündigung nun erst mal widersprochen.

Zwar war beiden Seiten offenbar seit Längerem klar, dass die Eishalle künftig von einem anderen Betreiber geführt werden müsste – Uplegger und Stichnoth wollen sich zurückziehen –, gleichwohl wollten alle Beteiligten mithilfe eines finanziellen Moratoriums einen größeren Rechtsstreit mit drohendem Insolvenzverfahren vermeiden. Dem Vernehmen nach waren alle beteiligten Gläubiger bereit, diesem Weg zu folgen. Darunter neben dem Energieversorger auch die Stadt selbst, die aus dem ersten Insolvenzverfahren der früheren Betreiber Belastungen zugunsten zweier Brauereien im fünfstelligen Bereich übernommen hatte. Das Moratorium sollte ein Insolvenzverfahren verhindern und damit vor allem Zeit und weitere Kosten sparen. Die Kündigung hat an der Brüsseler Straße deshalb Irritationen hervorgerufen.

Denn Interesse an der Halle besteht. Gerhard Griebler, Betreiber des Eisstadions am Pferdeturm und einst gewissermaßen Retter der dortigen Hannover Indians, hält an seinem Angebot fest. Er will an der Brüsseler Straße neben dem ganzjährigen Betrieb der Eishalle ein Nachwuchszentrum für den Eissport mit Internat und physiotherapeutischen Angeboten bauen. Das wollte Griebler eigentlich mit Uplegger und Stichnoth gemeinsam. Doch offenbar haben den Unternehmer deutliche Signale erreicht, dass die Langenhagener Politik eine solche Kooperation nicht begrüßen würde. So will Griebler das Projekt auch alleine verwirklichen, vorausgesetzt, er übernimmt die Halle schuldenfrei und erhält wie seine Vorgänger einen Jahreszuschuss von 120 000 Euro von der Stadt.

Zudem liegt der Stadt nun ein zweites Angebot vor: Ein hannoversches, im Bereich von Fitness- und Wellness-Anlagen engagiertes Bauunternehmen habe einen Pool von Sponsoren um sich versammelt, die seinerzeit von den derzeitigen Gesellschaftern der Eishalle nicht gehört worden seien.

Was von den zwei Angeboten zu halten ist, darüber erhält man aus dem Rathaus wenig Informationen. Immerhin aber sind sie so aussagekräftig, dass die Verwaltungsspitze bei einer Einigung mehr in die Waagschale werfen würde als beim Start von Uplegger und Stichnoth: Die unbestritten noch ausstehenden Bauarbeiten an der Halle würde die Stadt umgehend starten. Darauf war beim Start der derzeitigen Betreiber verzichtet worden mit dem Hinweis, man wolle erst einmal abwarten, ob deren Betriebskonzept aufgehen wird. Dass dies so nicht funktionieren könne, habe die Stadt inzwischen gelernt, heißt es im Rathaus.

Die ersten Leidtragenden des seit Monaten schwelenden Streits ist die Damen-Bundesligamannschaft des SC Langenhagen, die Lady Scorpions. Ihnen wurde die Lizenz für die bevorstehende Saison vorsichtshalber entzogen. Der SCL hat dagegen Einspruch eingelegt. Auf dem Trockenen steht die Elia-Gemeinde, die für den Heiligabend erneut ein Eis-Musical einstudieren wollte. Und auch das Deutsche Nationalteam der Sledgehockey-Spieler, deren para-olympischer Trainingsstützpunkt in Langenhagen ist, kann sich nicht auf internationale Turniere vorbereiten. Die Sportler sprechen vom „Genickschuss“ für den Behindertensport, sollte die Halle schließen. Sie sei die einzige in Norddeutschland, die den internationalen Anforderungen für Para-Eishockey genüge.

Die Sportler haben einen offenen Brief an Heuer geschrieben und eine Unterschriftensammlung gestartet, um den Politikern zu signalisieren, welche Verantwortung diese trügen. Auch in der Ratssitzung am Montag, 21. August, wollen Mannschaftsvertreter ihre Sorge vortragen. Die Ratssitzung beginnt um 18.30 Uhr im Ratssaal. Die Eishalle selbst wird dann nicht auf der Tagesordnung stehen. Heuer will der Politik für Mitte September einen Verwaltungsvorschlag zum weiteren Verfahren machen. Eine endgültige Entscheidung könnte dann frühestens am 24. September fallen.

Breitensport ist der Gewinner
Zusammenschluss der Scorpions-Teams ist eine Chance für die Eishalle
Aus der HAZ Langenhagen vom 3.3.17 /
Text + Foto von Stephan Hartung
 

Langenhagen/Wedemark. Die Scorpions-Hochzeit ist perfekt. Die Hannover Scorpions aus Langenhagen und der ESC Wedemark Scorpions schließen sich zur neuen Eishockey-Saison zusammen. Heimspielstätte wird das Icehouse in Mellendorf sein. Für die Eishalle Langenhagen und den Breitensport des Stammvereins SC Langenhagen hat dies Auswirkungen.

„Wir haben auf der Gesellschafterversammlung am Mittwoch viel diskutiert, waren aber einstimmig der Meinung, dass es der richtige Weg und ein Aufbruch zu neuen Ufern ist“, sagt Kay Uplegger. Laut dem Gesellschafter könne der Breitensport damit nicht nur fortgeführt werden, sondern sich richtig gut entwickeln. „Weil die bisherige erste Herrenmannschaft nun in Mellendorf spielt und trainiert, werden in Langenhagen natürlich Eiszeiten frei.“ Die Folge: Der SCL steht kurz vor der Gründung einer Eiskunstlauf-Abteilung. „Der Wunsch danach stammt von den Kindern, die an Weihnachten bei dem Eis-Musical mitgespielt haben“, berichtet Uplegger.

Ohnehin sei der Zulauf bei Kindern und Jugendlichen, die Eissport betreiben oder einfach nur auf Schlittschuhen ihren Runden drehen wollten, enorm. Und die Talentesichtung fängt früh an. Aktuell kooperiert die Eishalle mit vier Kindergärten aus Langenhagen. Bis zu 20 Grundschulen und Kitas sollen es bis 2020 werden. „Ziel ist es, hier mal Schüler-Bundesliga zu spielen“, sagt der aktuelle Scorpions-Trainer Tomas Martinec, der sich zusammen mit Kapitän Andrej Strakhov um die Kleinen kümmert.

Die Wiedervereinigung der jeweils in Mellendorf entstandenen Scorpions-Teams bedeutet aber nicht den generellen Abschied von Eishockey in der Eishalle Langenhagen – vor allem nicht in breitensportlicher Hinsicht. Der SCL wird mit seinen Herren in der Regionalliga spielen, die Damen mit den Lady Scorpions in der Bundesliga. Und außer der Reihe wird auch Eishockey als Spitzensport an der Brüsseler Straße stattfinden. „Wir werden diesen Standort nicht vergessen, weil uns hier viele Sponsoren unterstützt haben. Mir schweben Regelmäßigkeiten vor, dass wir jedes erste Heimspiel im Monat in Langenhagen austragen und es mit einem Essen für unsere Gäste verbinden“, sagt Kay Uplegger.

Tore für die Freundin und zum Geburtstag
Eishockey: Puck-News – Wer ist für die Scorpions-Fusion? Viele Handzeichen am Stammtisch
Von Dirk Herrmann und Stephan Hartung (Nordhannoversche Zeitung v.18.11.16)

Charlie Adams hat kürzlich Besuch bekommen. Aus den USA war sein Bruder Ben angereist, vor dessen Augen der 24-Jährige im vergangenen Heimspiel für den ESC Wedemark Scorpions prompt vier Tore erzielte. Vermutlich wird jetzt darüber spekuliert, was Adams bei der heutigen Partie gegen die Moskitos Essen in Mellendorf (20 Uhr) folgen lässt – inzwischen ist nämlich auch seine Freundin Mackenzie nachgekommen.

Dass Adams zurzeit fünftbester Topscorer der Oberliga ist, findet Eric Haselbacher „ganz okay“. Klingt fast so, als hätte der ESC-Manager kaum etwas anderes erwartet. Gefreut hat er sich über die Resonanz jüngst beim Stammtisch, bei dem der ESC, der am Sonntag (18 Uhr) außerdem in Timmendorfer Strand antreten muss, und seine Fans über die geplante Fusion mit den Hannover Scorpions diskutiert haben. „Es waren rund 60 Leute da“, sagt Haselbacher, für den in puncto ein gemeinsames Scorpions-Team alles danach aussieht, als wenn es in diese Richtung geht. „Wir haben nach dem Gespräch mal abgestimmt“, berichtet er. „Ehrlich gesagt: Das war einstimmig.“

• Es wird ein Wochenende des Wiedersehens für die Hannover Scorpions. Heute (19.30 Uhr) haben sie mit den Crocodiles Hamburg auch den gebürtigen Langenhagener Tim Marek zu Gast, der bis 2014 für die Scorpions spielte und über die Wedemark sowie Rostock zu den Hanseaten gelangte. Und am Sonntag (16 Uhr) geht es bei Preußen Berlin gegen die Mannschaft des ehemaligen Scorpions-Trainers Len Soccio. Nach den Aufeinandertreffen in der Vorbereitung nun als der Kampf um Punkte.

Apropos Wiedersehen: Ihren Sportlichen Leiter Andrej Strakhov werden die Fans der Hannover Scorpions nun dauerhaft auf dem Eis sehen können. Zunächst war das eigentlich nur als Übergangslösung während der Verletzungsmisere geplant gewesen. „Es hat Andrej aber zu sehr gejuckt, er wird nun bis zum Saisonende spielen“, berichtet Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth. Vielleicht gelingt Strakhov ja jetzt sogar sein erstes Tor – was als nachträgliches Geschenk für sich selbst ziemlich gut passen würde: Er wurde gestern 38 Jahre alt.